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Hornhauttransplantation für Sebastian

Ein ganz besonderes Projekt

Als wir im Jahr 2013 auf den Fall eines Jungen aufmerksam gemacht wurden, der auf Grund einer Infektion am Auge zu erblinden drohte, konnten wir nicht erahnen, vor welche Aufgaben und Herausforderungen uns dieses Projekt stellen würde. 

Die einzige Chance das Augenlicht von Sebastian zu retten, bestand in einer Hornhauttransplantation. Eine Operation, die damals in Rumänien nicht durchführbar war. So gab es nur die Möglichkeit, Sebastian in Deutschland zu operieren.
Nach einer anderthalb Jahre langen Wartezeit wurde endlich ein Transplantat gefunden. Die überaus schwierige Operation wurde dann in der Augenklinik in Chemnitz durchgeführt. Die Nachsorge, die sich durch Komplikationen über mehr als zwei Jahre hinzog, war nur vor Ort möglich. Darum müsste Sebastian anfangs wöchentlich, später in immer größer werdenden Abständen mit dem Bus nach Deutschland kommen. Für alle Beteiligten ein enormer zeitlicher Aufwand, der sich aber letzten Endes sehr gelohnt hat. Lesen Sie es in den Worten von Sebastian selbst, der uns diesen rührenden Brief geschrieben hat.....

Dankesschreiben von Sebastian

"Vor 6 Jahren wurde bei mir die Diagnose "Keratitia ulceratica virala" diagnostiziert.

Ich hatte damals gar keine Ahnung, wie dieses "kleine Problem" mein Leben verändern würde. Die Ärzte haben mir Augentropfen für eine Woche verschrieben und ich sollte danach zur Kontrolle gehen. Während dieser Woche wurde mein Auge sehr rot, ich war voller Angst. Ich versteckte mich um weinen zu können, ohne dass mich jemand sehen konnte.

Ich sagte mir: "Alles wird gut".


Nach einer weiteren dreiwöchigen Behandlung verschlechterte sich die Situation unglücklicherweise sehr. Das Warten erschien mir wie eine Ewigkeit. Tief in meiner Seele konnte ich die Angst nicht loswerden. Ich fühlte mich als stehe ich am Rande eines Abgrundes und es fehlt nur eine kleine Briese um runter zu fallen. Ich war voller Kummer. Während der dritten Woche schwoll mein Auge sehr an und meine Sehkraft wurde immer schlecht. Mein ganzes Leben hat sich radikal verändert.

Meine Hornhaut begann weiß zu werden und ich konnte kaum noch sehen. 


Da ich neugierig war, aber auch voller Hoffnung bin ich zu einem anderen Augenarzt gegangen. Leider hat dieser mir gesagt, dass ich zu spät gekommen bin, um mein Auge mit Medikamenten retten zu können. Er war der Meinung, dass nur ein Hornhauttransplant mir meine Sehkraft zurückgeben könnte.

Ich habe mich seit dem an den Gedanken gewöhnt, dass ich blind bleiben würde, Dd ich wusste, dass ich kein Geld für eine Transplantation haben werde. Die Zeit verging und ich hatte wegen meines Aussehens und meiner Blindheit Komplexe. Die Natur, die Tiere und alle Farben haben für mich nicht mehr die gleiche Farbe gehabt. Alles schien nur Schwarz und Weiß zu sein. So sind alle meine Tage vergangen.


Vier Jahre danach habe ich eine alte Freundin, Monica Nicolin, besucht. Sie hat den Kontakt zu ganz besonderen Menschen hergestellt. Ich kann kaum Worte dafür finden, um mich ausreichend bei ihnen bedanken zu können. Sie haben es geschafft, meinen kostbarsten Traum zu erfüllen. Ich kann jetzt, nach einer Hornhauttransplantation in Deutschland, mit beiden Augen wieder sehen.


Ich möchte mich von Herzen bei allen, die mich finanziell und moralisch während dieser Fahrt voller Hoffnung unterstützt haben, bedanken. Mein Leben hat sich dadurch sehr verbessert.


Dankeschön Kinderhilfe Rumänien Zwickau .V.

Sebastian K."

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